Nasenwand

Diesmal befinden wir uns im tiefen Zillertal, und zwar in Ginzling. Der Klettersteig befindet sich am Hausberg von Ginzling und teilt sich in 2 Abschnitte. Mit einer Zeit von ca 2 Stunden, gehört der Steig zu den längeren Touren mit einem schönen Bergpanorama.

Anfahrt:

A12 bis zur Ausfahrt Zillertal. Weiter auf der B169 nach Mayrhofen. Am Ende von Mayrhofen biegt man Links ab Richtung Ginzling. Nach ein paar hundert Metern kann man entweder links durch den Tunnel fahren (ACHTUNG: Ampelschaltung mit Wartezeit von ca 15 Minuten), oder man fährt rechts über die Bergstraße. (gut befahrbar, jedoch teilweise für 2 Autos etwas eng)

Klettersteig „Nasenwand“:

Fakten:

  • Zielgruppe: Fortgeschrittene
  • Schwierigkeit: B – D | D – E
  • Gehzeit: 2 1/2 Stunden

Einstieg:

Parkt man direkt bei dem Naturhaus, muss man nochmals zurück über die Brücke und bei dem großen Parkplatz links halten. Hier sieht man schon ein großes Schild für den Klettersteig. Folgt man den Weg ca 100m befindet man sich auf einer kleinen Gabelung. Hier gerade aus drüber durch etwas Dickicht und schon ist man am Einstieg

Schwierigkeit Teil 1: (C-D) 

Im ersten Teil des Klettersteigs reicht die Schwierigkeit von A-D. Großteils befinden wir uns aber im Bereich von B-C. Da man sich hier länger in einem Steig befindet spielt anfangs weniger die Schwierigkeit eine Rolle, sondern vielmehr die Kondition. Man hat teilweise das Gefühl, dass man bald das Ende erreicht hat, um dann wieder vor einer Wand zu stehen. Das heißt hier sollten sich wirklich nur bereits geübte Kletterer befinden. Teilweise erreicht man eine Wand mit der Schwierigkeit D, die jedoch schnell überwunden ist. Man merkt schnell, dass man gut an Höhe gewinnt, daher sollte man auf alle Fälle schwindelfrei sein. Durchgehend hat man einen schönen Ausblick auf Ginzling und den Bergen. Am Ende von Teil 1 befinden wir uns neben einer Sportkletterwand. Hier ist außerdem der Notausstieg. Sollte man jetzt an seine Grenzen gelangen bzw. merkt man schon das Schwinden der Kraft sollte man aussteigen und sich über den Notausstieg talabwärts bewegen, da der 2. Teil nochmal viel Kondiditon und Kraft verlangt.

Schwierigkeit Teil 2: (D-E)

Der 2. Teil beinhaltet durchgehend steile Felswände und 2 Seilbrücken. Hier befinden wir uns fast immer in der Schwierigkeit D. Daher ist wirklich volle Konzentration beim Klettern gefragt. Nach kurzer Zeit befinden wir uns in der Schlüsselstelle der ‚Nasenwand‘. Eine überhängende Felsformation (ab Foto 32). Seit Kurzem kann man diese Schlüsselstelle auf der rechten Seite umgehen, da der Überhang wirklich viel Kraft benötigt. Wenn man sich entscheidet diesen zu überwinden sollte man auf alle Fälle die Arme ausgestreckt lassen, sonst verliert man definitiv zu viel Kraft und kann schnell in eine Notsituation gelangen. Den Überhang sollten wirklich nur sehr geübte Kletterer überwinden. Alle anderen nehmen den rechten Weg. Dieser für über eine steile Felswand nach oben und wir treffen gleich danach wieder auf den ursprünglichen Weg. Oben angelangt hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Tal und Zeit ein paar Fotos zu schießen (Foto: 40). Danach folgen 2 Seilbrücken, die IMMER einzeln zu überwinden sind. Jetzt haben wir schon das Ziel vor Augen und können über uns das Ziel sehen (Foto: 48). Vorher noch schnell ins Gipfelbuch eintragen und schon geht es nach oben. Hier befinden wir uns ebenfalls in einer steilen Wand (D).

Gipfel & Abstieg

Oben angekommen, setzen wir uns erstmal auf eine Bank im Schatten und genießen die Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler. Ein schönes Kreuz markiert das Ziel. Außerdem gibt es ein Schild mit Informationen über die Gegend.

Nach einer kurzer Pause begeben wir uns zum Abstieg. Einfach der Beschilderung folgen und dann den Weg entlang gehen. Bitte immer noch sorgfältig achten, wo man hin steigt, da es teilweise weit nach unten geht und man einen Sturz vermeiden sollte.

Erfahrungen

Ich war erst einmal und eher Spontan in diesem Klettersteig und hab von vielen gehört, dass er Ausdauer benötigt. Das hat sich als wahr heraus gestellt. Ich hatte zwar keine Probleme, habe zum Schluss trotzdem gemerkt, dass der ganze Steig anstrengend war. Wir haben viele Pausen für Aufnahmen gemacht und immer wieder den Ausblick bewundert. Ich kann mich in keinem Steig aufhalten und nicht die Natur bewundern. Last euch nicht von überholenden Kletterern verunsichern. Viele gehen diesen Steig wöchentlich mehrmals.

Fazit

Ein sehr gelungener, schöner und doch anstrengender Klettersteig. Auf keinen Fall sollte man sich überschätzen. Die Länge macht sich auf alle Fälle bermerkbar. Empfehlenswert ist der Steig für Fortgeschrittene die auch mal etwas weiter fahren wollen. Schönes Bergpanorama, vor allem wenn teilweise noch Schnee liegt.

5 von 5 Sternen

Bilder

Ein Gedanke zu „Nasenwand

  • 1. März 2017 um 10:14
    Permalink

    Knackiger Klettersteig im hinteren Zillertal. die extrem schwere Variante kann umgangen werden 😉

    Antwort

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